Produktionen

Titelbild für 'Jacke wie Hose'

Jacke wie Hose

In Manfred Karges Theaterstück „Jacke wie Hose“ mit dem Untertitel „Ein deutsches Märchen in einer melodramatischen Fassung“ spielt eine Frau einen Mann. Ihren eigenen. Aus nackter Not und Verzweiflung. Um zu überleben. Ella wird Max. Sie erlebt als ihr eigener Mann die Weimarer Republik, den 2. Weltkrieg, die Nachkriegszeit, die Teilung Deutschlands, den Mauerfall. Sie erlebt die Zerrissenheit Deutschlands buchstäblich am eigenen Leib. Was wird aus ihr, ihrer Liebe, ihren Hoffnungen und Sehnsüchten? Zunächst als Überwindung finanzieller Probleme zur Zeit der Weltwirtschaftskrise gedacht, findet Ella Gericke  immer wieder „gute Gründe“, als Mann durchs Leben zu gehen. Dies gelingt ihr mit viel Wagemut, Rafffinesse und Witz, wenn sie dies auch, wie sie immer wieder schmerzvoll erfährt, mit dem Verlust ihrer eigenen weiblichen Identität erkaufen muss. Unter der Regie von Peter Staatsmann spielt Anne Hecht.

2 Vorstellungen, Freitag, 23. Oktober 2026 bis Freitag, 30. Oktober 2026 Vorstellungstermine
Titelbild für '"Fürchten wir das Beste"'

"Fürchten wir das Beste"

 Der Titel ist Programm: Was Kreisler, Weill und Hölderlin verbindet, ist nicht allein ihre Kunst, sondern ein gemeinsames Schicksal – die äußere bzw. innere Emigration. So erzählen die Lieder dieses Abends von Sehnsucht nach Heimat und Identität, von Liebe – und von der großen Kraft, die aus dem Spannungsfeld von Hoffnung und Furcht entstehen kann. Die Sängerin Karoline Trübenbach und der Pianist Michael Rayher bieten einen fesselnden musikalisch-literarischen Abend mit Liedern voller schwarzem Humor, scharfzüngiger Gesellschaftskritik und tiefbewegender Geschichten über verlorene Lieben – von Komponisten und Dichtern, die zu brillianten Chronisten ihrer Zeit wurden. Als besonderes Highlight erklingen Michael Rayhers Vertonungen von Hölderlin-Gedichten, mal klassisch, mal jazzig. 

Sonntag, 18. Oktober 2026 · 18:00 Uhr Tickets
Titelbild für 'Der Abschiedsbrief'

Der Abschiedsbrief

 
Alles hinter sich lassen, Schluss machen, einfach verschwinden, ohne einen Abschiedsbrief zu schreiben? Genau das hat der erfahrene Psychoanalytiker Julien vor. Aus einem merkwürdigen Gefühl heraus kehrt seine Frau Maud, gerade zur „Pianistin des Jahres“ gekürt, früher von ihrer Konzertreise zurück. Zuhause erwartet sie ein Schock: Julien sitzt da mit einem Strick um den Hals  – aber er lebt. Noch verstörender: Es gibt keinen Abschiedsbrief, keine Erklärung. Was folgt, ist eine aufwühlende Nacht voller pointierter, emotionaler Dialoge zwischen zwei Menschen, die einander einst nahe waren – und sich nun plötzlich fremd gegenüberstehen. Was hält eine Beziehung wirklich zusammen? Liebe? Gewohnheit? Angst? Oder Illusionen? Ungeheuer wütend, leidenschaftlich, aber immer voller Witz, Schärfe und Gefühl, ringen sie miteinander: In dieser Nacht wird sich entscheiden, ob sich die beiden endgültig trennen oder neu ineinander verlieben. 
Regie: Peter Staatsmann
Es spielen: Valentina Sadiku und Martin Olbertz

3 Vorstellungen, Freitag, 6. November 2026 bis Samstag, 12. Dezember 2026 Vorstellungstermine
Titelbild für 'So ein Theater'

So ein Theater

 Manchmal erleben wir im Beruf und in der Familie allerlei Theater. Manchmal sind wir Zuschauer und manchmal spielen wir – gewollt oder ungewollt – im Stück selbst mit.
Der Pionier moderner Hypnosetherapie Milton Erickson ist auch der Pionier sogenannter lösungs- und ressourcenorientierter Therapie. Er war der Meinung, alles, was ein guter Patient kann, um ein guter Patient zu sein, sollte auch ein guter Therapeut oder Berater können, um ein guter Therapeut zu sein. Das heißt, wenn ein Patient oder Klient manchmal „Theater“ macht, sollte das sein Therapeut auch können. Bei Bernhard Trenkle ist zu erwarten ein unterhaltsamer Abend mit vielen Geschichten und Beispielen von großer Theatralik in Therapie und Beratung von den alten Persern, von Rhases und dem „Medicus“ Avicenna bis heute. Beim Autor des in mehrere Sprachen übersetzten Witzbuch-Bestsellers „HaHa-Handbuch der Psychotherapie“ kann man davon ausgehen, dass es viel zu lachen geben wird. 

Samstag, 10. Oktober 2026 · 20:00 Uhr Tickets