Produktionen
Der Abschiedsbrief
Alles hinter sich lassen, Schluss machen, einfach verschwinden, ohne einen Abschiedsbrief zu schreiben? Genau das hat der erfahrene Psychoanalytiker Julien vor. Aus einem merkwürdigen Gefühl heraus kehrt seine Frau Maud, gerade zur „Pianistin des Jahres“ gekürt, früher von ihrer Konzertreise zurück. Zuhause erwartet sie ein Schock: Julien sitzt da mit einem Strick um den Hals – aber er lebt. Noch verstörender: Es gibt keinen Abschiedsbrief, keine Erklärung. Was folgt, ist eine aufwühlende Nacht voller pointierter, emotionaler Dialoge zwischen zwei Menschen, die einander einst nahe waren – und sich nun plötzlich fremd gegenüberstehen. Was hält eine Beziehung wirklich zusammen? Liebe? Gewohnheit? Angst? Oder Illusionen? Ungeheuer wütend, leidenschaftlich, aber immer voller Witz, Schärfe und Gefühl, ringen sie miteinander: In dieser Nacht wird sich entscheiden, ob sich die beiden endgültig trennen oder neu ineinander verlieben.
Regie: Peter Staatsmann
Es spielen: Valentina Sadiku und Martin Olbertz
3
Vorstellungen,
Freitag, 6. November 2026
bis
Samstag, 12. Dezember 2026
Regie: Peter Staatsmann
Es spielen: Valentina Sadiku und Martin Olbertz
Tickets verfügbar für 9,00 € bis 18,00 € Vorstellungstermine
Jacke wie Hose
In Manfred Karges Theaterstück „Jacke wie Hose“ mit dem Untertitel „Ein deutsches Märchen in einer melodramatischen Fassung“ spielt eine Frau einen Mann. Ihren eigenen. Aus nackter Not und Verzweiflung. Um zu überleben. Ella wird Max. Sie erlebt als ihr eigener Mann die Weimarer Republik, den 2. Weltkrieg, die Nachkriegszeit, die Teilung Deutschlands, den Mauerfall. Sie erlebt die Zerrissenheit Deutschlands buchstäblich am eigenen Leib. Was wird aus ihr, ihrer Liebe, ihren Hoffnungen und Sehnsüchten? Zunächst als Überwindung finanzieller Probleme zur Zeit der Weltwirtschaftskrise gedacht, findet Ella Gericke immer wieder „gute Gründe“, als Mann durchs Leben zu gehen. Dies gelingt ihr mit viel Wagemut, Rafffinesse und Witz, wenn sie dies auch, wie sie immer wieder schmerzvoll erfährt, mit dem Verlust ihrer eigenen weiblichen Identität erkaufen muss. Unter der Regie von Peter Staatsmann spielt Anne Hecht.
7
Vorstellungen,
Freitag, 23. Oktober 2026
bis
Donnerstag, 31. Dezember 2026
Tickets verfügbar für 9,00 € bis 18,00 € Vorstellungstermine
Anne-Marie die Schönheit
Die Schauspielerin Anne-Marie Mille lässt ihr Leben Revue passieren. Sie erzählt von ihrem tristen Aufwachsen in der französischen Provinz, wie sie in ihrer Heimatstadt die Schauspieler und Schauspielerinnen bewundert hatte und vom Glück, als Schauspielerin an ein Pariser Vorstadttheater engagiert zu werden: „Auf der Bühne war ich manchmal Anne-Marie die Schönheit“. Hier war sie glücklich, doch der große Erfolg blieb aus. Ihr lag nicht die Welt zu Füßen, sie wurde nicht als als „Star“ oder gar als “Diva“ gefeiert. Eher zählte sie zu den ewig „Zu-Kurz-Gekommenen“: die großen Rollen und Gagen auf den vielbeachteten Bühnen, ja selbst die begehrtesten Männer, bekamen immer andere. Anne-Marie hatte Träume für ihr Leben, Träume, die sich nicht erfüllt haben, doch sie ist ohne Bitterkeit und nimmt es ihren Träumen nicht übel, dass sie sich nicht erfüllt haben. Ihr schonungsloser, aber immer auch humorvoller Blick zurück auf ihr Leben ist auch die Bestandsaufnahme einer untergehenden Ära, in der das Theater noch ein zentraler Austragungsort gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und des politischen Diskurses war. Yasmina Reza mischt in dieser Lebensbilanz einer Theaterkünstlerin zwischen Bühne und Wirklichkeit melancholische und hochkomische Momente. Yasmina Reza in Reinform: Bitter und komisch, zärtlich und unsentimental! Unter der Regie von Peter Staatsmann spielt Thomas Giegerich.
5
Vorstellungen,
Samstag, 17. Oktober 2026
bis
Mittwoch, 30. Dezember 2026
Tickets verfügbar für 9,00 € bis 18,00 € Vorstellungstermine
Die Schneekönigin
Hans Christian Andersen erzählt in seinem Märchen mit der berührenden Geschichte zwischen Gerda und Kay von den Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Getroffen von den Splittern eines Zauberspiegels gefriert Kays Herz zu Eis, er folgt der Schneekönigin und verlässt sein zu Hause. Gerda kann ihn jedoch nicht vergessen und beschließt, sich auf die Suche zu machen. Allein reist sie durch ferne Länder und ihr widerfahren wundersame Abenteuer und Prüfungen in der bizarr schönen aber erstarrten Welt der Schneekönigin: Sie begegnet wunderlichen Frauen, Trollen, großherzigen Königskindern, Räubern und sprechenden Tieren. Gerda gibt nicht auf, bis sie Kay gerettet hat. Am Ende wird sie konfrontiert mit der Einsamkeit der Schneekönigin, die einst selbst ein kleines Mädchen war, dem eine besondere Gabe Spott und Einsamkeit brachte. Andersen zeigt, dass, wer Vertrauen in sich selbst hat und liebt, Freunde findet und zum Ziel kommt. Der Zauber und die Übermacht der Schneekönigin versiegen, wenn die Liebe stärker ist als die Angst.
7
Vorstellungen,
Sonntag, 29. November 2026
bis
Donnerstag, 31. Dezember 2026
Tickets verfügbar für 10,00 € bis 15,00 € Vorstellungstermine
"Fürchten wir das Beste"
Der Titel ist Programm: Was Kreisler, Weill und Hölderlin verbindet, ist nicht allein ihre Kunst, sondern ein gemeinsames Schicksal – die äußere bzw. innere Emigration. So erzählen die Lieder dieses Abends von Sehnsucht nach Heimat und Identität, von Liebe – und von der großen Kraft, die aus dem Spannungsfeld von Hoffnung und Furcht entstehen kann. Die Sängerin Karoline Trübenbach und der Pianist Michael Rayher bieten einen fesselnden musikalisch-literarischen Abend mit Liedern voller schwarzem Humor, scharfzüngiger Gesellschaftskritik und tiefbewegender Geschichten über verlorene Lieben – von Komponisten und Dichtern, die zu brillianten Chronisten ihrer Zeit wurden. Als besonderes Highlight erklingen Michael Rayhers Vertonungen von Hölderlin-Gedichten, mal klassisch, mal jazzig.
Sonntag, 15. November 2026 ·
18:00 Uhr
Tickets verfügbar für 9,00 € bis 18,00 € (je nach Veranstaltungstermin) Tickets